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04.01.2011

„Elternschule“ – jaja, man lernt nie aus ☺

Auch wir Eltern müssen von Zeit zu Zeit in die Schule gehen ☺ – so auch an einem Mittwoch, den 17.November 2010.
In einem sich mehr und mehr füllenden Klassenzimmer erwartete uns unser Lehrer Philipp Boksberger. Das Stundenthema lautete: „Kritisches Denken fördern“

Philipp startete mit einem Zitat aus dem Buch „Erziehung“ von E.G. White:
„It is the work of true education to train the youth to be thinkers, and not mere reflectors of other man´s thought.” (S. 17)
Kinder sollen lernen, selbstständig zu denken, anstatt andere für sich denken zu lassen. Das bedeutet, dass wir uns und unsere Kinder so bilden, dass wir Christus intelligent dienen können.
Die wesentliche Frage war nun diese:
Wie schaffe ich ein Klima, indem Kinder unterstützt werden zu denken und auch Fragen zu stellen?
Es wurden uns sechs Schlüssel aufgezeigt, wie man Kindern das Denken lehrt:
1. Wir müssen unsere Sichtweise gegenüber den Kindern ändern: Schon Paulus sagte zu Timotheus: „Niemand verachte deine Jugend….“(1.Tim. 4,12)
2. Aktiviere den Verstand (durch Brainstorming, Schüler-Lehrer-Diskussionen, Denken-zu weit drüber sprechen – mitteilen; Wissen- Fragen – Gelerntes anwenden)
3. Wir müssen selbst Fragende sein
4. Kinder sollen mehr zu Wort kommen – die Erwachsenensprechzeit limitieren
5. Sei ein Vorbild: „Preach the gospel – and if necessary use words“ (Franz v. Assisi)
6. Schaffe Faktoren, die dem Denken zuträglich sind: Offenheit, Freiheit, Gefühl & Verstand nicht trennen, Feedback schätzen, Selbstbestimmung;
Dieser Abend bestand allerdings nicht nur aus einem interessanten Vortrag, der nebenbei sehr lebendig war aufgrund Philipps Beispiele aus seiner Arbeit als Jugend-Seelsorger , sondern auch aus einem praktischen Teil. Wir machten uns in Kleingruppen Gedanken darüber, was uns in unserer Jugend bzw. Kindheit oftmals vielleicht abgehalten hat, Fragen zu stellen oder was wir glauben, dass die Gründe seien, warum Jugendliche in unseren Gemeinden nicht mehr ermutigt werden, Fragen zu stellen und folglich auch nichts dazulernen.
Kann das Problem vielleicht darin liegen, dass Kinder und Jugendliche uns selbst nicht als fragende Menschen sehn?
Ich denke, genau da sind wir als Eltern und Lehrer gefordert, viel mehr Vorbild zu sein – in unserem Lebensstil, unserer Sichtweise und der Art, wie wir den Kindern begegnen. Unsere Herr Jesus soll allerdings unser größtes Vorbild sein!

Barbara Huber

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