
Nach dem Mittagessen und einer Pause war ein sehr interessanter Ausflug geplant. Wir fuhren zum "Dialog im Dunkeln". Dort gingen wir in einen stockdunklen Raum und konnten uns nur noch auf unseren Gehör- und Tastsinn verlassen. Es ging darum, dass wir erkennen sollten wie für Blinde ein ganz normaler Tag aussieht. Zuerst waren wir bei einem nachgebauten Spielplatz. Wir tasteten uns über ein schwankendes Gerät und weiter ging es am weichen Waldboden. Einmal mussten wir einen imaginären Zebrastreifen überqueren. Dabei war wichtig auf das Tock-Tock-Gerät zu achten um zu wissen wann wir hinüber gehen konnten. Wir gewannen einen völlig neuen Eindruck über den Alltag eines Blinden und waren unbeschreiblich froh wieder an das Tageslicht zu kommen, das viele Menschen auf der Welt nicht sehen können. Wie dankbar sollten wir doch sein, sehen zu können!
Am Abend durften wir uns noch ein Konzert im allgemein bekannten "Goldenen Saal" im Musikverein anhören, das wir sehr genossen. Der Wiener Musikverein ist ein traditionsreiches Konzerthaus in Wien. In diesem Haus befindet sich der berühmte „Große (Goldene) Musikvereinssaal“, der als einer der schönsten und akustisch besten Säle der Welt gilt.
An diesem Tag erlebten wir so viel, dass es nicht verwunderlich war, dass die meisten von uns todmüde ins Bett fielen. Nur die Achtklässler wollten an dem letzten Tag ihres letzten Schullagers in dieser Schule noch länger aufbleiben. Doch selbst ihnen gelang dieses Vorhaben nicht sehr lange.