
1. Tag – Montag
Linz – Neuhausen am Rheinfall – Romanshorn
Nachdem wir in den vergangenen Jahren Österreich bereist haben, ging es heuer in die Schweiz. Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Anreise nach Romanshorn, wo wir in der Adventgemmeinde Gastrecht für die Woche erhalten hatten.
Die Fahrt verging ohne große Ereignisse oder Zwischenfälle. Frei nach dem Motto: "Und wenn mal einer Pipi muss, dann hält der ganze Autobus" blieben wir von Zeit zu Zeit stehen – ganz zum Leidwesen des Burschenautos.
In Lechwiesen (Insider wissen, wovon wir sprechen) hielten wir Mittagsrast. Unsere Köchin bruzzelte auf dem Gaskocher im Nu das Mittagessen und als alle Bäuche wieder gefüllt, die Blasen geleert und die Kinder glücklich und zufrieden waren, ging es weiter in Richtung Schweiz. Kurz vor der Grenze füllten wir unsere Dieseltanks noch einmal voll und verließen dann den direkten Weg nach Romanshorn. Ein kleiner Umweg führte uns am Nachmittag nämlich voerst nach Neuhausen am Rheinfall.
Nach der langen Fahrerei konnten die Schüler im größten Seilpark der Schweiz ihrem Bewegungsdrang frönen, Mut beweisen, Nervenkitzel erleben (keine Angst liebe Mamas, schaut alles schlimmer aus als es ist) und sich von der Fahrt "erholen".
Klettern macht hungrig. So hieß es, bevor wir auch den Rheinfall bestaunen wollten (größter Wasserfall Europas) erst einmal: Abendessenszeit.
Der niedrige Wasserstand ermöglichte es uns direkt zum Wasserfall zu gelangen und dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe zu bewundern. Eine Gedenktafel, direkt neben dem Rheinfall bringt die Stimmung vor Ort auf den Punkt: "Alles was Odem hat lobe den Herrn. Psalm 150/6 – Unser Land mit seiner Pracht, seine Berge, seine Fluren sind die Zeugen Deiner Macht, Deiner Vatergüte Spuren. Alles in uns betet an, Grosses hast du uns getan. H. v. Greyerz"
Müde und voller Eindrücke des ersten Tages bezogen wir in Romanshorn unser Quartier. Nach der Abendandacht und einer Tasse Tee, zu der wir Kuchen und Obst von einigen lieben Damen aus der Adventgemeinde Romanshorn genießen konnten, fiel es den meisten nicht schwer ihre Schlafgemächer aufzusuchen. Bald hörte man nur noch die regelmäßigen Atemzüge der Eingeschlafenen und dort und da die Startversuche der Motorsägen nächtlicher Holzfäller ... laae