
In Windeseile wiederholten die beiden scharf denkenden Schüler den Mathematikjahresstoff der zweiten Klasse und legten mit Bravour den Einmaleinsführerschein ab. Sie brauchten dringend neues „Futter“. So stürzten wir uns schon sehr bald in den Zahlenraum 1000.
Das Wort „tausend“ kommt aus dem Germanischen und bedeutet „vielhundert“. Das weist darauf hin, dass im Alltag 1000 Dinge und mehr wegen des großen Aufwands kaum abgezählt werden. Umgangssprachlich gilt „tausend“ als Ausdruck für „ganz viele“ (1000 Grüße, Tausendfüßler). Um zu sehen wie viel 1000 nun wirklich ist, legten wir zehn Schachteln mit jeweils 100 Würfeln übereinander. Das sind schon ganz schön viele. Doch das 1000 wirklich viel ist begriffen wir so recht, als die beiden zu zweit 1000 Fingerabdrücke hinterließen – eine Tausendertafel aus Daumenabdrücken quasi.
Alle Zahlen die man aus dem Zahlenraum 1000 kennt auf die Tafel schreiben, vom reinen Hunderter Ergänzungsaufgaben auf 1000, Zahlen auf der Tausendertafel finden, von 0 bis 1000 in Zehnerschritten zählen, Nachbarzahlen nennen, Zahlenrätsel, das Arbeiten mit den Seguinkarten, Zahlen in Hunderter – Zehner und Einer zerlegen, Zahlendiktate – all das gehörte nun zum täglichen Programm um die Orientierung im Zahlenraum 1000 zu fördern.
Zu unseren Lieblingsübungen zählen wohl folgende:
Fühlzahlen: Kind 1 malt auf den Rücken von Kind 2 eine Zahl und zeichnet für jeden Hunderter ein Quadrat auf den Rücken, macht für jeden Zehner einen Strich und tippt für jeden Einer mit dem Finger auf den Rücken des Partners. Kind 2 nennt die Zahl, sowie ihre dekadische Zerlegung und zeigt die Zahl auf ihrer 1000er Tafel.
Luftzahlen: Der Lehrer malt Hunderter-Quadrate, Zehner-Striche und Einer-Punkte in die Luft. Die Schüler nennen die Zahl, ihre dekadische Zerlegung und zeigen die Zahl an der 1000er Tafel.
Hörzahlen: Der Lehrer stampft für jeden Hunderter mit dem Fuß, klatscht für jeden Zehner und klopft für jeden Einer auf den Tisch. Die Schüler schreiben die Zahl auf.
Tausend Grüße aus dem Mathematikunterricht!