
2. Tag – Dienstag
Romanshorn – Zürich – Pfäffikon – Romanshorn
Nach dem Frühstück und der Andacht (Engel im alltäglichen Leben! Hast du schon mal einen Engel erlebt?) gings wieder ab in unsere beiden Busse. Eine zaghafte Autogruppendurchmischung brachte Abwechslung in die Gespräche und Unterhaltung unterwegs. Nichts desto trotz wurde bereits eine Viertelstunde nach Abfahrt gefragt ob wir denn nicht schon bald in Zürich wären. Nein waren wir noch nicht und nachdem auf den Schweizer Autobahnen überall gebaut wurde, dauerte es auch noch ein Weilchen, bis wir in der Cramerstraße ankamen. Dort wurden wir bereits von Philipp Boksberger, unserem ehemaligen GZ-Lehrer, erwartet.
Unsere Fahrzeuge konnten wir auf dem Parkplatz der Adventgemeinde stehen lassen und bevor Philipp uns auf eine Stadtführung mitnahm, bekamen wir von ihm noch eine Vorspeise (was das wohl war ...?), damit unterwegs keiner umkippen würde.
Staufacher, Sihl, an der Börse vorbei, runter zum Schanzengraben, weiter zum Hauptbahnhof (HB), durch die Bahnhofshalle durch (größter überdachter Platz der Schweiz), an den Taxis vorbei auf die Bahnhofstrasse (ja mit ss, in der Schweiz kennt man kein ß). Vom teuren Pflaster gings auf ebenso teures Pflaster (Rennweg) und dann weiter zum Lindenhof (idyllisch!). Rüber zur Kirche St.Peter (größtes Zifferblatt Europas), runter zur Limmat, zum Fraumünster (Glasfenster von Marc Chagall), am Denkmal von Hans Waldmann vorbei, über die Limmat und zum Zwinglidenkmal. Dort, am Ufer der Limmat, zu Füßen des Reformators, führte unser Guide und Theologe uns gedanklich ins 16. Jahrhundert, eine Zeit der Erweckung, ausgehend vom Zürcher Großmünster. Blick ins Großmünster, wieder über die Limmat, an der Schipfe vorbei, zurück in Richtung Lindenhof. Im Schatten, auf den Stiegen sitzend, folgte der zweite Teil Reformationsgeschichte. Das dunkle Kapitel rund um die Täuferbewegung, die Ertränkung von Hans Manz und die Frage: "hast du deine Entscheidung fest gemacht?!"
Immer öfter konnte man nun "Durst", "Hunger", "müde Beine" vernehmen. Also gings in Windeseile zurück in die Adventgemeinde Cramerstraße, wo Philipp am Vormittag bereits Älplermagronen vorbereitet hatte. Wenn 14 Kinder eine Ration für 25 Erwachsene "zamessen", dann muss es ihnen wohl geschmeckt haben.
Nun galt es aber, keine Zeit mehr zu verlieren und nach Pfäffikon zu sausen. Als nächstes stand wieder Bewegung und Spaß am Programm: Alpamare. Da Wasser und Fotoapparate zusammen eine denkbar schlechte Kombination darstellen gibt's davon keine Bilder.
Auf der Rückfahrt nach Romanshorn waren alle, außer den beiden Fahrern, recht müde. Bei unserem Quartier angekommen hielten wir es wie am Abend zuvor: Andacht, Tee, Kuchen. Ab in die Hapfen (natürlich nach dem Zähneputzen!) Diese Nacht wurden die Sägewerke recht gut beliefert, zumindest von den Burschen. Am nächsten Morgen waren die "ich steh im Lager um vier Uhr auf"-Rabauken interessanterweise bis zur letzten Minute in ihren Schlafsäcken ... gab es da bereits am zweiten Tag Ermüdungserscheinungen? laae